Untergetaucht

Es gab nicht viele Möglichkeiten für jüdische Menschen in Deutschland zwischen 1933-1945. Wer über das notwendige Geld oder auch Beziehungen zu Hilfsorganisationen verfügte, verließ das Land rechtzeitig. Wem das nicht zur Verfügung stand, sowie auch einem großen Teil der älteren Generation, der wurde Opfer der brutalen Ideologie. Die Betroffenen wurden nach minutiöser Angabe ihres Vermögens davon rechtssicher „befreit“, hatten zuvor noch ihre eigenen „Fahrkarten“ kaufen müssen, um dann nach genau durchstrukturiertem Ablaufplan in den Osten „evakuiert“ zu werden. Und doch gab es für einige wenige auch einen dritten Weg, nämlich mit viel Glück und der Unterstützung von vielen Helfern, im Untergrund zu überleben. Davon erzählt uns die Geschichte von Maria Jalowics Simon.

@Fischer Verlag

Mein Herz so weiß

Javier Marias war ein spanischer Autor. Er entstammte der Oberschicht, wurde 1951 geboren und begann bereits mit 11 Jahren zu schreiben. In seinen Studienjahren war Javier Marias im linksradikalen Milieu aktiv, später engagierte er sich sehr für notleidende Kollegen in Krisengebieten. Für den 1996 erschienen Roman erhielt er viel Anerkennung, u.a. den Nelly-Sachs-Literaturpreis. 2022 starb er an den Folgen von Corona.

In seinem Roman beschreibt Javier Marias die Verdrängung unangenehmer Wahrheiten und die Konsequenzen, die damit verbunden sein können. Sein Stil und die Eleganz seiner Worte wird hochgelobt. Wir sind ihm bisher noch nicht begegnet und deshalb um so neugieriger.

@FischerVerlag